|
Geschichte
der Chemnitzer Hütte
Dem
Menschen erschien die Bergwelt lange als nicht vertraulich, als fremd,
ja sogar feindlich. In Sagen nahmen die Gefahren Gestalt an: Hexen, Riesen,
Geister und ähnliches drohten. Unberechenbar war der Berg, der Gletscher,
die Felswand.
Im
vorigen Jahrhundert wurden viele Berge in den Alpen zum ersten Mal bestiegen.
Und diese Erstbesteiger und Pioniere schwärmten von den Schönheiten
der Bergwelt. Das war auch die
Geburtsstunde des Bergsteigens. Schließlich
schlossen sich die Vordenker zu Alpenvereinen zusammen und unternahmen
die ersten Schritte, die Bergwelt mit Wegen und Schutzhütten zu erschließen
und den Menschen zugänglich zu machen.
Der
Berg schlechthin in dieser Gegend war der Große Möseler.
Quellen erzählen von Gemsjägern, die sich dem Gipfel näherten
und von der Erstbesteingung. Da die Tour aber an einem Tag kaum zu bewältigen
war, wurde der Ruf nach einer
Übernachtungsmöglichkeit
immer stärker. Schon 1875 sollten auf Anregung des Alpenvereins -
Sektion
Sand in Taufers auf der Göge-Alm und in Neves (Lappach)l Einrichtungen
geschaffen werden, daß 6 bis 10 Personen übernachten können.
Im Jahre 1880 genehmigte die Sektion Sand in Taufers
300 fl. für den Bau einer "Schutzhütte im oberen Neves".
Am 20. August wurde die Hütte eingeweiht: "... unter Gesang und
Tanz bei Wein ging der Abend in heiterer Stimmung vorüber. In der
Hütte übernachteten 25 Personen ... (Dr. Josef Daimer)"
Seit dem Jahre 1982 wurde die Schutzhütte
immer wieder renoviert: eine Materialseilbahn wurde errichtet, die alte
Veranda entsprach nicht mehr den Anforderungen. Der Hüttenwirt
Erich Burgmann ließ sie abreißen und unterkellern. Darüber
wurde eine sehr einladende Gaststube erbaut.
So war das Schutzhaus wieder voll funktionsfähig
und dem "Ansturm" der Gäste gewachsen. Es waren viele Schwierigkeiten
zu überwinden, und deshalb sollten wir ein "Dankeschön"
den Hüttenwirten und allen, die sich um das Schutzhaus Verdienste
erworben haben, aussprechen. |